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Ärztliche Versorgung im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest in der Coronakrise: Auftrag in vollem Umfang erfüllt

Dortmund, den 27.05.2020

Am kommenden Pfingstsonntag (31. Mai) werden die drei Corona-Behandlungszentren (CBZ) im Zuständigkeitsbereich der Bezirksstelle Arnsberg der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) letztmalig geöffnet. Die zuletzt stark rückläufigen Corona-Infektionszahlen im Kreis Soest und im Hochsauerlandkreis rechtfertigen die Schließung dieser vor rund zwei Monaten eingerichteten Versorgungsstützpunkte für Corona-Patienten. Das CBZ am Riga-Ring in Soest und das CBZ im Ohle in Bad Fredeburg werden umgerüstet und stehen bereits ab Dienstag, 02. Juni, wieder als allgemeine Notfalldienstpraxen für die Patientenversorgung außerhalb der Sprechstundenzeiten der Ärzte zur Verfügung. Alle weiteren Notfalldienstpraxen im Bereich der KVWL-Bezirksstelle Arnsberg (Arnsberg, Brilon, Marsberg, Sundern, Winterberg) waren von den eingerichteten Corona-Behandlungszentren nicht betroffen und arbeiten wie gewohnt weiter.

Die Corona-Behandlungszentren waren Ende März, in der exponentiellen Ausbreitungsphase des Coronavirus, notwendig geworden, um Corona-positive Patienten oder begründete Verdachtsfälle einerseits aus den Arztpraxen fernzuhalten, andererseits aber diagnostizieren und behandeln zu können. Dieses Vorgehen war erforderlich, da die niedergelassenen Ärzte zunächst nicht über ausreichend persönliche Schutzausrüstung verfügten, um Patientenuntersuchungen oder begründete Abstriche in den eigenen Praxen durchzuführen. Auch sollte auf diese Weise vermieden werden, dass leicht oder asymptomatisch erkrankte Corona-Patienten die stationären Einrichtungen aufsuchen, da dies die Viruslast erhöht und gleichzeitig die Gefahr weiterer unkontrollierter Infektgeschehen in diesen Strukturen zur Folge gehabt hätte.

„Mit unseren Corona-Behandlungszentren konnten wir innerhalb weniger Tage einen sehr wirksamen Schutzwall für unsere Praxen, aber auch die hiesigen Krankenhäuser, aufbauen und gemeinsam mit unseren Partnern im Gesundheitswesen einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie in unserer Region leisten. Wir haben unseren Auftrag in vollem Umfang erfüllt“, erklärt Dr. med. Hans-Heiner Decker, Leiter der KVWL-Bezirksstelle in Arnsberg.

Inzwischen sind nur noch knapp 20 Patienten (Stand 21. Mai) im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest vom Coronavirus betroffen, davon sind nur einzelne in stationärer Behandlung und rund 95 Prozent der ehemals Infizierten in den beiden Flächenkreisen gelten als genesen. Mit dem Rückbau der Einrichtungen soll jetzt ein Signal gesetzt werden, dass die Corona-Patientenversorgung wieder in die reguläre ambulante Versorgung überführt werden kann. Wichtig ist jedoch weiterhin, dass Betroffene isoliert werden und die Quarantänevorschriften einhalten sowie dass die Infektionsketten unter Beobachtung des Gesundheitsamtes stehen.

„In Soest beträgt die 7-Tage-Inzidenz (d.h. die Zahl der Neuinfizierten pro Woche) inzwischen nur noch 0,7 Neuinfektionen. Dieser extrem niedrige Wert rechtfertigt unser Vorgehen und die allmähliche Rückkehr zur Normalität – auch im Bereich der medizinischen Einrichtungen“, erklärt der Standortleiter des CBZ Soest, Dr. med. Heinz Ebbinghaus.

Der Leiter des CBZ in Bad Fredeburg, Dr. med.Thomas Twieg, teilt mit, dass die bereits früh identifizierten „Hotspots“ im Bereich Schmallenberg und im oberen Sauerland nun unter Kontrolle sind und nur noch ganz vereinzelt Neuinfektionen auftreten. „Wichtig ist nach wie vor, dass sich Infektpatienten oder Patienten mit beispielsweise Fieber grundsätzlich vorab telefonisch in den Arzt- und Notfalldienstpraxen anmelden und verabredete Untersuchungstermine so individuell vereinbart werden können. Dies verringert die Aufenthalt- und Kontaktzeiten in den Praxen und damit die Gefahr einer Ansteckung anderer Patienten“, erklärt Dr. Twieg.

„Unser besonderer Dank gilt den vielen niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen, den Medizinischen Fachangestellten und den Medizinstudierenden, die bereits zuvor in den Diagnose-Abstrichzentren und in den Corona-Behandlungszentren spontan mitgeholfen und so die Gesundheitsämter massiv unterstützt haben. Jetzt aber wird es Zeit, bei allem Respekt und weiterhin gebotener Wachsamkeit, dass wir Ärzte mit unseren Angestellten uns auch wieder allen Patienten zuwenden. Auch Patienten mit akuten und chronischen Erkrankungen dürfen nicht in Vergessenheit geraten“, betont der Bezirksstellenleiter Dr. Decker abschließend.

Adressen und Öffnungszeiten der KVWL-Notfalldienstpraxen Schmallenberg Bad Fredeburg und Soest (Wiedereröffnung am 2. Juni):

Zentrale Notfalldienstpraxis Schmallenberg Bad Fredeburg
Im Ohle 31
57392 Schmallenberg

Kernsprechstunden:

mo | di | do
19 bis 20 Uhr
mi | fr
16 bis 17 Uhr
sa | so | feiertags
10 bis 12 Uhr
und
16 bis 18 Uhr

Außerhalb der Kernsprechstunden ist eine telefonische Voranmeldung unter 02974 968 96 16 erforderlich.

Öffnungszeiten:

mo | di | do
18 bis 22 Uhr
mi | fr
13 bis 22 Uhr
sa | so | feiertags
8 bis 22 Uhr

 

Notfalldienstpraxis Soest
Riga-Ring 20
59494 Soest

Öffnungszeiten:

mo | di | do
18 bis 22 Uhr
mi | fr
13 bis 22 Uhr
sa | so | feiertags
8 bis 22 Uhr

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Vanessa Pudlo
(Pressesprecherin der KVWL)

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