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Videotelefonie-Projekt in Wendener Seniorenheim vorgestellt

Dortmund, den 09.07.2020

Die Ausbreitung des Coronavirus stellte vor allem Bewohner von Seniorenheimen und ihre Angehörigen vor eine schwierige Situation: Durch die eingeschränkten Besuchsregeln und Besuchsverbote war es für viele von ihnen schwierig, miteinander in Kontakt zu bleiben. Eine digitale Lösung für dieses Problem testet nun das Seniorenheim Haus Elisabeth in Wenden im Sauerland: Ähnlich wie bei einer Videosprechstunde können hier Angehörige online einen Termin zur Videotelefonie mit den Seniorenheimbewohnern buchen. Am gestrigen Mittwoch wurde das Projekt offiziell vorgestellt. Unter den Gästen war auch Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.

„In der besonderen Situation, in der wir uns aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie derzeit befinden, ist nicht nur die medizinische Versorgung wichtig, um die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer älteren Mitbürger zu gewährleisten, sondern auch soziale Kontakte zu Familie und Freunden“, sagt Dr. Volker Schrage, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) anlässlich der Projektvorstellung. „Ich freue mich sehr über diese pragmatische und innovative Lösung, die die verschiedenen Akteure hier in Wenden gemeinsam auf unkomplizierte Art gefunden haben.“

Die Idee für das Kommunikationsprojekt haben Reinhard Schönauer (Geschäftsführer der Firma Schönauer Personalservice) und Stefan Spieren (Hausarzt in Wenden und Vorsitzender des Ärztevereins Kreis Olpe) zusammen entwickelt. „Meine Praxiskollegen und ich versorgen die Bewohner im Haus Elisabeth schon seit vielen Jahren. Seit 2017 kommt hier auch regelmäßig die Videosprechstunde zum Einsatz“, erklärt Stefan Spieren. Ab sofort können die Bewohner nicht nur ihren Arzt per Videotelefonie kontaktieren, sondern auch ihre Verwandten sehen. Die Firma Schönauer Personalservice hat dem Haus Elisabeth dafür ein Tablet zur Verfügung gestellt, das die Bewohner nutzen können.

Der ganze Ablauf erfolgt komplett digital und entlastet damit auch das Pflegepersonal im Haus Elisabeth. „Das ist ein junges, engagiertes Team. Die Mitarbeiter waren sofort begeistert! Wie schon bei der Einführung der Videosprechstunde vor drei Jahren hat uns das Team hervorragend unterstützt. Da die Pflegekräfte mitmachen, ist es für die Bewohner kein Problem, da geht es um gegenseitiges Vertrauen“, sagt Allgemeinmediziner Spieren. Und auch die Seniorenheimbewohner sind offen für diese neue Möglichkeit, denn: Auch nach der Lockerung der strikten Besuchsregeln für Seniorenheime in Nordrhein-Westfalen kann das Projekt vielen Bewohner und ihren Familien helfen, in Kontakt zu bleiben – zum Beispiel mit Verwandten, die weiter entfernt leben.

Pressetermin Gruppenbild
Bei dem Pressetermin waren neben Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (mitte), dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der KVWL Dr. Volker Schrage (zweiter von rechts) und Stefan Spieren (achter von links) auch einige Vertreter der lokalen Politik vor Ort. Quelle: KVWL

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(Pressesprecherin der KVWL)

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