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Vertragsärzte zeigen Stärke bei Grippeschutzimpfung

Dortmund, 20.11.2020. Für die niedergelassenen Ärzte in Westfalen-Lippe ist der diesjährige Herbst nicht nur wegen der Coronavirus-Pandemie ungewöhnlich – auch die Nachfrage der Bürger nach der Grippeschutzimpfung ist in diesem Jahr deutlich höher als in den Vorjahren.

„Es freut uns einerseits natürlich, wenn sich mehr Menschen für eine Impfung gegen die sogenannte Influenza entscheiden. Denn ich betone es immer wieder: Impfen kann Leben retten! Zugleich übersteigt die Nachfrage in vielen Praxen aktuell die Anzahl der vorbestellten Impfdosen – und das, obwohl die meisten Praxen in diesem Jahr bereits deutlich mehr Grippeimpfstoff bei den Apotheken geordert haben“, sagt Dr. Volker Schrage, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL).

So wurden zum aktuellen Zeitpunkt fast 2,2 Millionen Grippe-Impfdosen an die niedergelassenen Ärzte in Westfalen-Lippe ausgeliefert und durch diese verimpft – das sind bereits rund 30 Prozent mehr als in der gesamten Grippesaison 2019/2020. Die Zahlen gehen auf erste Auswertungen des Apothekerverbands Westfalen-Lippe zurück.

„Was die Ärztinnen und Ärzte hier in den vergangenen Wochen geleistet haben, war ein wirklicher Kraftakt und beweist wieder einmal die Leistungsfähigkeit der ambulanten Versorgung in Westfalen-Lippe“, erklärt Dr. Schrage, der selbst als niedergelassener Allgemeinmediziner im Münsterland tätig ist. Zugleich macht er auch deutlich: „Im Moment warten viele Praxen noch auf eine Nachlieferung an Grippe-Impfstoff aus der Nationalen Impfstoffreserve. Bei der Verteilung des Impfstoffs wird es aber auch weiterhin wichtig sein, zunächst ältere Patienten, chronisch Kranke, Schwangere sowie medizinisches Personal zu impfen – dieses Vorgehen empfiehlt auch die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts.“ Denn diese Personengruppen haben entweder ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf oder ein beruflich bedingt erhöhtes Risiko, sich mit dem Influenzavirus anzustecken. – vp

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Vanessa Pudlo
(Pressesprecherin der KVWL)

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