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Impfen in Westfalen-Lippe: Positive Bilanz

Dortmund, 08.04.2021. Es waren turbulente Tage: Nachdem am Osterwochenende zunächst die über 60-jährigen Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer Sonderaktion einen Impftermin mit AstraZeneca in einem Impfzentrum vereinbaren konnten, sind nun seit Dienstag (6. April) die 79-Jährigen mit der Terminbuchung dran. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat für die Terminvergabe an diese Altersgruppen erstmalig ihre neue Buchungsplattform eingesetzt – und zieht ein positives erstes Fazit.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Ablauf der Terminbuchungen. Das System hat dem großen Ansturm an den Osterfeiertagen standgehalten und läuft auch jetzt stabil – so soll es weitergehen“, erklären der KVWL-Vorstand Dr. Dirk Spelmeyer, Dr. Volker Schrage und Thomas Müller. So waren die 168.000 verfügbaren Impftermine für die ü60-Jährigen bereits nach rund 24 Stunden vergeben.

Impftermine für 79-Jährige und älter
Aktuell läuft über die KVWL-Buchungsplattform die Vergabe der Impftermine an die 79-Jährigen. Diese werden in den westfälisch-lippischen Impfzentren geimpft. Auch Bürgerinnen und Bürger, die 80 Jahre oder älter sind, können weiterhin Termine für eine Impfung im Impfzentrum vereinbaren.

Die Termine können telefonisch unter 0800 116 117 02 (täglich von 8 bis 22 Uhr) oder online unter www.116117.de (Direktlink: https://impfterminservice-kvwl.service-now.com) ausgemacht werden.  Auch sogenannte Partner-Impftermine sind möglich. Das Alter des Lebenspartners ist dabei nicht entscheidend – wichtig ist, dass der Termin für den Lebenspartner aktiv gebucht wird.

Wichtig: Es können aktuell nur die 79-Jährigen sowie Ältere Impftermine über die Buchungsplattform der KVWL vereinbaren! Wann weitere Jahrgänge einen Impftermin buchen können, entscheidet das NRW-Gesundheitsministerium. Kurzfristige Änderungen sind möglich.

Seit Dienstagmorgen wurden insgesamt 80.000 Impftermine (Erst- und Zweittermine) von den mindestens 79-Jährigen Bürgern in Westfalen-Lippe vereinbart.

Impfungen in den Hausarztpraxen
Am vergangenen Dienstag (6. April) wurden auch viele Arztpraxen in Westfalen-Lippe mit den ersten Impfstoffdosen der Firma BioNTech beliefert. Die niedergelassenen Ärzte werden zunächst ihre bettlägerigen Patienten in der Häuslichkeit sowie Patienten mit chronischen Vorerkrankungen (gemäß der Impf-Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums) impfen.  

„Der Startschuss für das Impfen gegen das Coronavirus in der Fläche ist gefallen – jetzt braucht es nur noch ausreichend Impfstoff“, so Dr. Schrage, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVWL. Denn während viele Patienten im Moment die Erwartung haben, nun zeitnah bei ihrem Hausarzt geimpft werden zu können, sieht die Realität noch anders aus: Der Impfstoff ist weiterhin limitiert und die Praxen erhalten in den ersten Wochen nur sehr wenig Impfdosen. Sie werden deshalb selbst auf die besonders zu schützenden Patienten zugehen. „Um die telefonische Erreichbarkeit der Ärzte nicht unnötig zu blockieren möchten wir noch einmal an alle Patienten appellieren, aktuell nicht wegen eines Impftermins in den Praxen anzurufen. Bitte haben Sie Geduld!“, so Allgemeinmediziner Schrage.

Wer einen Impftermin bei seinem Hausarzt erhalten hat, sollte sich die Aufklärungs- und Einwilligungsbögen nach Möglichkeit bereits vorab ausdrucken und ausgefüllt mit in die Praxis bringen. Die Unterlagen sind u.a. unter https://www.corona-kvwl.de/impftermin hinterlegt. 

Die KVWL wird ab sofort einen neuen Impfbericht herausgeben, der die durchgeführten Impfungen in den Arztpraxen (differenziert nach Kreis / kreisfreier Stadt) abbildet. Dieser dritte Bericht ergänzt damit die Berichte zum Impfgeschehen in den Impfzentren und zu den Impfungen über die mobilen Teams, die bereits seit Jahresbeginn veröffentlicht werden. Alle drei Berichte werden werktäglich aktualisiert und sind unter www.corona-kvwl.de/impfbericht abrufbar.

Bitte beachten Sie folgende Hinweise:
Die Kreise und kreisfreien Städte hatten die Möglichkeit, die lokalen Arztpraxen vorab in den Impfprozess miteinzubeziehen und sie mit der Durchführung von Impfungen zu beauftragen. Aus diesem Grund finden sich im Impfbericht teilweise auch Angaben für den Zeitraum zwischen dem 1. April und dem 5. April.

Eine kleinräumigere Auswertung des Zahlenmaterials ist nicht möglich!

Impfungen von prioritären Berufsgruppen
Die Terminvergabe erfolgt weiterhin über den zuständigen Kreis / die zuständige kreisfreie Stadt, nicht über das Buchungsportal der KVWL. – vp

Ansprechpartner für die Presse

Vanessa Pudlo
(Pressesprecherin der KVWL)

0231 94 32 35 76
0231 94 32 31 33

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