Was beim Impfen von Kindern und Jugendlichen jetzt wichtig ist

frisch geimpftes Kind mit Ärztin
© Adobe Stock | FamVeldman

Gemeinsame Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe e.V. und des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V.

Dortmund, 15.12.2021. Während der Corona-Pandemie zählten Kinder und Jugendliche nicht selten zu den Benachteiligten - beim Impfen soll sich das nicht wiederholen. „Dafür setzen wir uns gemeinsam mit aller Kraft ein“, erklären die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), der Hausärzteverband Westfalen-Lippe (HÄV WL) und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Grundsätzlich sieht die KVWL auch die Corona-Impfungen bei den Kindern weiter in den Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. „Wir haben von Anfang an betont, dass das Impfen gegen Corona die originäre Aufgabe der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen ist. Wie stark unser System ist, haben die vergangenen Wochen mit zahlreichen Impf-Rekorden eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Gemeinsam, im Doppelpass mit allen Beteiligten, werden wir jetzt auch die Kinder impfen“, sagt Dr. Volker Schrage, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVWL.

Als Leitlinie gilt dabei die derzeitige Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO). Das bedeutet konkret:

  • In Abwägung aller bisher vorhandenen Daten empfiehlt die STIKO die COVID-19-Impfung für Kinder im Alter von 5-11 Jahren mit verschiedenen Vorerkrankungen.
  • Zusätzlich wird die Impfung Kindern empfohlen, in deren Umfeld sich Kontaktpersonen mit hohem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden, die selbst nicht oder nur unzureichend durch eine Impfung geschützt werden können (z. B. Hochbetagte sowie Immunsupprimierte).
  • Darüber hinaus können auch 5- bis 11-jährige Kinder ohne Vorerkrankungen gegen COVID-19 nach entsprechender ärztlicher Aufklärung geimpft werden, sofern ein individueller Wunsch der Kinder und Eltern bzw. Sorgeberechtigten besteht. 

Anke Richter-Scheer, Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe: „Das Wohl der Kinder und Jugendlichen steht an erster Stelle! In den letzten Wochen waren sie durch die Corona-Pandemie in erheblichem Maße belastet. Umso wichtiger ist jetzt, ein zeitnahes Impfangebot in den Arztpraxen der Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzten sowie Hausärztinnen und Hausärzten unterbreiten zu können.“

Die Kinder- und Jugendärzte in Westfalen-Lippe stehen dafür bereits parat. „Der Beratungsaspekt ist beim Thema Corona-Impfung nicht zu unterschätzen. Wir stehen mit Erfahrung und Expertise für alle Fragen zur Verfügung und möchten, dass die Kinder und Jugendliche in einem sicheren und vertrauten Umfeld geimpft werden. Gemeinsam werden wir die Kinderimpfungen meistern“, erklärt BJKV-Landesverbandsvorsitzender Dr. Marcus Heidemann. -dm

Hinweis: Um weitere Kapazitäten für Kinderimpfungen zur Verfügung stellen zu können, führt die KVWL derzeit eine entsprechende Umfrage durch. Alle niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, die über freie Impf-Kapazitäten verfügen, werden gebeten, an der Erhebung teilzunehmen: Covid-19-Impfungen von Kindern (5 - 11 Jahre) (eveeno.com)

Ihre Ansprechpartner bei Rückfragen:

Dr. Anja Kleine-Wilde, Stabsbereichsleitung Kommunikation KVWL: 0231-94323156

Daniela Thamm, Pressereferentin Hausärzteverband Westfalen-Lippe e.V: 02303-94292/130

Dr. Marcus Heidemann, BJKV-Landesverbandsvorsitzender, 0521-204070, marcusheidemann@web.de

KVWL-Pressestelle