Orientierungspunktwert

Ist ein Quartal geschafft, schicken Ärztinnen/Ärzte und Psychotherapeutinnen/-therapeuten die Abrechnung an die Kassenärztliche Vereinigung. Zum Beispiel 5,97 Euro für eine Binokulare Untersuchung des Augenhintergrundes. Den Preis hat sie im Einheitlichen Bewertungsmaßstab nachgeschlagen – einer Art Katalog mit allen Leistungen, die Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten über die KVen mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen können.

Dort steht hinter jeder Leistung eine Punktezahl; für die Augenuntersuchung: 53 Punkte. Darauf haben sich Kassen und Ärzte geeinigt, als diese Untersuchung in den Katalog aufgenommen wurde.
Ein Punkt ist derzeit gerundet 11,26 Cent wert. Dieser Punktepreis heißt Orientierungspunktwert – und wird jedes Jahr aufs Neue ausgehandelt: auch wiederum zwischen den Gesetzlichen Krankenkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Allerdings heißt er Orientierungspunktwert, weil er nur eine Richtung vorgibt: für weitere Verhandlungen auf Landesebene.
Fürdiesen konkreten Fall hier heißt das also – mit dem überregional festgelegten Wert: 53 Punkte à 11,26 Cent ergeben 5,97 Euro für eine binokulare Untersuchung des Augenhintergrundes.