Telematikinfrastruktur (TI)

Das digitale Netz für alle Leistungserbringer im Gesundheitswesen

 

Die Telematikinfrastruktur (TI) ist die Grundlage für eine sichere, digitale Vernetzung aller Ärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser, Apotheken und weiterer Leistungserbringer im deutschen Gesundheitswesen. Seit dem 30.06.2019 müssen alle Praxen an die TI angeschlossen sein. Ein wesentliches Ziel ist es, medizinische Informationen, die für die Behandlung der Patienten benötigt werden, schnell, einfach und sicher zur Verfügung zu stellen. Oberste Priorität hat hierbei die Datensicherheit. Auf dieser Seite informieren wir Sie ausführlich über die notwendige Ausstattung, die Praxen für den Anschluss an die TI benötigen. 

Das benötigen Praxen für den Anschluss

Um die Telematikinfrastruktur nutzen zu können, benötigt jede Betriebsstätte und jede Nebenbetriebsstätte verschiedene Komponenten und Dienste. Für alle gelten hohe Anforderungen an die Funktionalität und Sicherheit. Sie müssen daher von der gematik (Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte) zugelassen sein. Hier finden Sie alle Informationen zu den benötigten Komponenten. 

Finanzierung der Anbindung

Ärzte und Psychotherapeuten müssen nicht selbst für die Anbindung ihrer Praxen an die TI aufkommen. Gemäß § 378 Absätze 1 und 2 SGB V haben die KBV und der GKV-Spitzenverband eine Vereinbarung zur Finanzierung der Erstausstattung und des laufenden Betriebs getroffen (Anlage 32 des BMV-Ä).

Weitere Aspekte zur Telematikinfrastruktur

Fristen für den Anschluss an die Telematikinfrastruktur

Der Gesetzgeber verlangt, dass die notwendigen Grundvoraussetzungen für die Nutzung der TI-Anschlüsse, Geräte, Autorisierungskarten, Zugänge – in allen Vertragsarztpraxen und Vertragspsychotherapeutenpraxen vorgehalten werden. Ab dem 30. Juni 2019 müssen alle Praxen an die TI angeschlossen sein und als erste Anwendung das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) durchführen.

Ärzten und Psychotherapeuten, die keinen Versichertenstammdatenabgleich durchführen, muss laut Gesetz das Honorar um 1 Prozent, ab 01.03.2020 um 2,5 Prozent gekürzt werden. Ausgenommen von der Pflicht zum VSDM sind Versorgungsanlässe ohne direkten Arzt-Patienten-Kontakt, bei denen die Versichertenkarte nicht eingelesen wird, zum Beispiel Laboruntersuchungen (vgl. Anlage 4a Bundesmantelvertrag-Ärzte).

Tipps und Tricks zur Telematikinfrastruktur

NEWS

  • 09.09.2022 Aktuelle Meldung

    Ausfallsicherheit von 99,7 Prozent – Feldtest des ORGA 6141 online mit FW 3.8.2 und ORGA Protect erfolgreich abgeschlossen

    In Abstimmung mit der gematik hat Worldline Healthcare einen Friendly-User-Test des ORGA 6141 online in der Firmware-Version 3.8.2 im Zusammenspiel mit dem Herstellerzubehör ORGA Protect durchgeführt. Der Friendly-User-Test wurde mit einer Ausfallsicherheit von über 99,7 Prozent erfolgreich abgeschlossen. Die während des Testzeitraums erreichte Ausfallsicherheit hat bestätigt, dass das ORGA Protect im Zusammenspiel mit der Firmware 3.8.2 störende Phänomene bei der Verarbeitung einiger neuer eGKs höchst wirksam unterbindet. Der Hersteller gibt eine Empfehlung ab.

  • 09.08.2022 KVWL-Newsletter

    Konnektoren jetzt austauschen – Refinanzierung ist gesichert!

    Die öffentliche Diskussion zu der Frage, ob ein Austausch der TI-Konnektoren in der Praxis alternativlos ist, hat viele KVWL-Mitglieder verunsichert. Die Redaktion einer Computerfachzeitschrift hatte von IT-Experten prüfen lassen, ob die vorhandenen Probleme eventuell auch mithilfe von Updates und dem Auswechseln einzelner Komponenten zu beheben seien. Aus Sicht der gematik ist die Sachlage jedoch eindeutig: Die Konnektoren müssen zwingend ausgetauscht werden, um die Funktionsfähigkeit der Telematikinfrastruktur (TI) weiterhin zu gewährleisten. Ausführliche Informationen finden Sie in unserem aktuellen KVWL-Newsletter.

  • 27.05.2022 Aktuelle Meldung

    Funktionsstörung im Verzeichnisdienst

    Durch eine zentrale Funktionsstörung im Verzeichnisdienst (VZD) von Arvato Systems gab es zeitweise einen Seiteneffekt. Es wurden Zertifikatsinformationen zu einzelnen Einträgen gelöscht. Als Ursache konnte eine automatisch durchgeführte Routine zur Datenüberprüfung und -bereinigung identifiziert werden.

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