Sektorübergreifende Qualitätssicherung

Datengestützte einrichtungsübergreifende Qualitätssicherung (SQS)

SQS hat das Ziel, die Qualität nicht mehr ausschließlich getrennt in Praxis und Klinik zu dokumentieren und zu bewerten, sondern mit sQS werden valide und vergleichbare Aussagen gemacht, die gewährleisten, dass Patienten in der Praxis und im Krankenhaus nach denselben Qualitätsstandards untersucht und behandelt werden.

Im Fokus stehen dabei Leistungen, die in beiden Sektoren gleichermaßen erbracht werden und sektorenübergreifende Untersuchungs- und Behandlungsabläufe. Die gesammelten Daten ermöglichen Behandlungsverläufe im Ganzen zu analysieren und zu beurteilen.

Der G-BA hat im Februar 2015 das erste bundesweit verbindliche Verfahren zur sQS auf den Weg gebracht, bei dem Vertrags- und Krankenhausärzte nach denselben Qualitätssicherungs-Vorgaben bewertet werden. Es handelt sich hierbei um die "Perkutane Koronarintervention (PCI) und Koronarangiographie".

Als zweites Verfahren startete Anfang des Jahres 2018 die "Vermeidung nosokomialer Infektionen - postoperative Wundinfektionen (QS-WI)“.

Seit dem 1. Januar 2019 hat die Datenerhebung für die Qualitätssicherung (QS) der Gallenblasenoperation (Cholezystektomie) begonnen (QS CHE). Im Bereich der KVWL sind vom dritten Verfahren de DeQS-RL derzeit keine Vertragsärzte betroffen.

Als viertes Verfahren ist am 1. Januar 2020 die „Nierenersatztherapie bei chronischem Nierenversagen einschließlich Pankreastransplantationen (QS NET)“ hinzugekommen. Weitere Verfahren zu Untersuchungs- und Behandlungsmethoden werden derzeit vorbereitet.

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