Organisierte Krebsfrüherkennung (oKFE)

Die Durchführung von organisierten Krebsfrüherkennungsprogrammen bestimmt sich nach der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA; Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme – oKFE-RL). Wesentliche Elemente der oKFE-RL sind die regelmäßige Einladung der Versicherten durch die Krankenkassen (Erreichen eines bestimmten Anspruchsalters, danach in programmspezifischen Intervallen), die verbundene Information der Patienten über die jeweiligen Untersuchungen, die personenbezogene Datenverarbeitung und den Datenschutz, Widerspruchsrechte sowie die Durchführung der eigentlichen Untersuchung. Zur Programmbeurteilung bzw. -evaluation werden pseudonymisierte elektronische Dokumentationen der Ärzte, der Krankenkassen und der Krebsregister einbezogen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) - 1. oKFE-RL fachlich

2. oKFE-RL technisch/organisatorisch

Übermittlung der Daten an die Datenannahmestelle

Der Arzt ist verpflichtet die durchgeführten Untersuchungen elektronisch zu dokumentieren und die Daten quartalsweise an die KVWL, als Datenannahmestelle (DAS), zu übermitteln. Die Verschlüsselung der dabei erzeugten Daten wird automatisch beim Export der Dateien durch die Praxisverwaltungssysteme (PVS) übernommen.

Eine Anleitung zur Übermittlung der Dateien über das Mitgliederportal finden Sie im nachfolgenden Leitfaden:

Technische Informationen z.B. zur XML-Verschlüsselung oder zur Spezifikationsversion finden Sie hier:

Datenübermittlung der okFE-Dokumentationsdaten

Generell sind alle Praxen verpflichtet, die oKFE-Dokumentationen fristgerecht quartalsweise an die Datenannahmestelle zu übermitteln (s. nachfolgende Tabelle).

Quartal Übermittlungsfrist Jahreskorrekturfrist
1. Quartal 15. Mai 15. März des Folgejahres
2. Quartal 15. August 15. März des Folgejahres
3. Quartal 15. November 15. März des Folgejahres
4. Quartal 28. Februar des Folgejahres 15. März des Folgejahres

Sofern es einer Praxis in Ausnahmefällen aus technischen Gründen nicht möglich ist, die oKFE-Dokumentationen fristgerecht an die Datenannahmestelle zu übermitteln, so muss die Praxis dies frühzeitig der Datenannahmestelle mitteilen. Bitte senden Sie uns hierzu die schriftliche Erklärung Ihres Softwareanbieters per E-Mail an okfe-rl@kvwl.de zu.

Weiterer Verlauf der Datenübermittlung

Die KVWL, als Datenannahmestelle, prüft ein technisches Datenflussprotokoll auf formale Auffälligkeiten und klärt diese bei Bedarf mit den entsprechenden Leistungserbringern (LE) ab. Die Datenannahmestelle anonymisiert die leistungserbringeridentifizierenden Daten und pseudonymisiert diese (sofern erforderlich laut Krebsfrüherkennungsprogramm) bevor sie an die Vertrauensstelle weitergeleitet werden.
Nach der Pseudonymisierung der versichertenidentifizierenden Daten durch die Vertrauensstelle erfolgt die Weiterleitung der Daten an die Auswertungsstelle.
Die Auswertungsstelle führt die Datensätze schließlich zusammen, prüft und wertet diese spätestens alle zwei Jahre aus. Die Auswertungsstelle übermittelt die Auswertung an den G-BA, welcher die Ergebnisse zur Beurteilung der Krebsfrüherkennungsprogramme alle zwei Jahre veröffentlicht.

Hochladen der Dokumentationsdateien

  1.  Sie müssen Ihre oKFE-Daten über die Kachel „organisierte Krebsfrüherkennung (oKFE-RL)“ hochladen. Es ist nicht möglich die Daten über die Kachel „Abrechnungsbegleitende Dokumentation“ an die KVWL zu übermitteln. Weitere Informationen zum Hochladen Ihrer Daten im Mitgliederportal entnehmen Sie bitte dem Leitfaden.
  2.  Bitte prüfen Sie im Mitgliederportal, ob die Übertragung Ihrer hochgeladenen Datei erfolgreich war. Die technische Verarbeitung kann bis zu 24 Stunden dauern. Nach Ablauf dieser Zeit können Sie den Übermittlungsstatus im Mitgliederportal sehen und das Datenflussprotokoll herunterladen. Sollte das Datenflussprotokoll für Sie nicht leserlich sein, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Softwarehersteller in Verbindung. Dieser muss eine Reportansicht für das Datenflussprotokoll zur Verfügung stellen.
  3. Bitte beachten Sie, dass beim Export Ihrer oKFE-Daten zwingend die HBSNR angegeben werden muss, um den Export erfolgreich durchzuführen (technisches Feld: „BSNRAMBULANT“).

Überblick über das Gesamtverfahren und die beteiligten Stellen:

Besondere Personengruppen

Im Rahmen der Dokumentation zum Programm zur Früherkennung von Darmkrebs und des Zervixkarzinoms nach oKFE-RL müssen Patienteninnen und Patienten, die besonderen Personengruppen angehören im oKFE-Dokumentationsmodul nicht dokumentiert werden. Bei besonderen Personengruppen handelt es sich um Versicherte, welche sich nicht in einem regulären Versicherungsverhältnis mit einer gesetzlichen Krankenkasse befinden. Hierzu gehören u. a. Angehörige der Polizei und Feuerwehr, Anspruchsberechtigte nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG), Versicherte mit Sozialversicherungsabkommen (SVA) sowie Personen, die über Sozialhilfe oder Asylstellen versichert sind.

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