Hausarztprogramm Kreis Herford

Leichter und praktischer war der Weg in die Niederlassung nie!

Das Förderprogramm ist wie für mich gemacht! Das Beste ist, dass wir Praxismacher ausprobieren dürfen, wie es wäre, eine Hausarztpraxis im Kreis Herford zu haben, ohne uns festlegen zu müssen. 

Dr. Zrinka Shameska, eine der ersten Praxismacherinnen des Herforder Hausarztprogramms

Hausarztprogramm im Kreis Herford: Der praktische Weg in die Niederlassung

Der Kreis Herford braucht Sie als Hausarzt! Es ist ein schönes Gefühl, gebraucht zu werden. Trotzdem ist es verständlich, dass Sie sich die Entscheidung sich hier niederzulassen nicht leicht machen. Eine Entscheidungshilfe ist das Förderprogramm der KVWL und des Kreises Herford. Nutzen Sie die einmalige Chance, zwölf Monate in zwei etablierten Hausarztpraxen mitzuarbeiten (bei einem Vollzeitgehalt von 7500 Euro brutto im Monat), die Region und ihre Menschen kennen zu lernen und am Ende aus Überzeugung zu sagen: Hier im Kreis Herford lasse ich mich gerne nieder!

Leichter und praktischer war der Weg in die Niederlassung nie! Interessiert? Dann lassen Sie sich als sogenannte Praxismacher in das attraktive Förderprogramm aufnehmen. Bewerben Sie sich jetzt!

Ihr Starttermin in Ihr einjähriges Förderprogramm ist flexibel.  

Das motiviert die ersten Praxismacher und teilnehmenden Praxen:

Die beiden „Praxismacherinnen“ Gilda Kashian (links im Bild) und Dr. Zrinka Shameska testen wie es wäre, eine Hausarztpraxis im Kreis Herford zu haben.
© Patrick Albrecht/Kreis Herford

„Das Förderprogramm ist wie für mich gemacht! Das Beste ist, dass wir Praxismacher ausprobieren dürfen, wie es wäre, eine Hausarztpraxis im Kreis Herford zu haben, ohne uns festlegen zu müssen. Wer würde so ein Angebot nicht annehmen?“ Das sagt Dr. Zrinka Shameska euphorisch. Sie ist eine unserer Praxismacherinnen ab 1. April. Ein halbes Jahr wird sie in der Praxis von Dr. Bruno und Kyra Weil in Bünde arbeiten, dann für ein weiteres halbes Jahr in eine zweite etablierte Praxis wechseln.

„Es ist mein Traum, eine Hausarztpraxis zu haben, trotzdem habe ich auch Angst, zum Beispiel vor den Abrechnungen“, sagt sie. Das Programm schenkt ihr und den anderen Praxismachern Zeit, alles zu lernen. Ungefähr eineinhalb Jahre hat sie nicht gearbeitet, war zu Hause bei den zwei Kindern. Und die sind auch der Grund, warum sie sich nicht mehr als Ärztin in einer Klinik, sondern in einer Praxis sieht. Eine Klinik sei nicht familienfreundlich, kommentiert auch Praxismacherin Dr. Gilda Kashian, sie ist verheiratet, hat ein fünfjähriges Kind. Darum wechselt sie in die ambulante Versorgung. Auch ihr Mann, der wegen seiner Krankenhausdienste selten zu Hause sei, würde sich gerne niederlassen.

Und noch etwas überzeugt Dr. Kashian von ihrem Plan, Hausärztin zu werden: das breite Spektrum der Allgemeinmedizin. „Ich sehe den ganzen Patienten.“ Genau das ist es, was Praxismacherin Dr. Shameska in ihrem früheren Klinikjob vermisst hat. „Ich hatte viele Momente, in den ich mich gefragt habe: Wie ging die Geschichte für eine bestimmte Patientin oder einen Patienten weiter? Es war, als hätte ich nur den Vorspann eines Films sehen dürfen, nicht den ganzen Film.“ Als Hausärztin wird sie viele Menschen ein ganzes Leben lang begleiten dürfen.

Dass die jungen Ärztinnen von dieser Fachrichtung schwärmen, begeistert Hausärztin Dr. Marianne Grundl in Bünde. Sie wird Dr. Kashian ab April für sechs Monate beschäftigen. Sie erhofft sich von dem Programm der KVWL und des Kreises Herford, eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für ihre Einzelpraxis zu finden – „ich gehöre ja zu den alten Eisen“. Bünde sei ein guter Ort, um Kinder groß zu ziehen. Das werden die beiden Praxismacherinnen gerne hören. Dr. Shameska sagt: „Ich bin total aufgeregt, am 1.4. geht es los. Es ist aber eine positive Aufregung!“

Wer sind die Praxismacherinnen und Praxismacher?

Die Praxismacher sind Fachärzte für Allgemeinmedizin oder Innere Medizin, die sich vorstellen können, als Hausärzte im Kreis Herford zu arbeiten. Weil die Praxismacher ein bisschen unentschlossen sind, dürfen sie ein Jahr lang in zwei Praxen erfahrener Hausärzte testen, ob ihnen das Praxisleben im Kreis Herford gefällt.

 

Welche Vorteile bietet das Förderprogramm?

Auf jeden Fall finanzielle Vorteile: ein Vollzeitgehalt von 7.500 Euro brutto im Monat; außerdem bekommen Sie arbeitsvertragliche Zuschüsse. Wenn Sie in den Kreis Herford umziehen, unterstützt Sie der Kreis finanziell und Sie erhalten ein Jobticket für den ÖPNV.

 

Was ist das Ziel?

Ziel ist es, dass Sie nach Ablauf der zwölf Monate fit sind, als Hausarzt in einer (eigenen) Praxis im Kreis Herford zu arbeiten.

Dr. Shameska beweist, warum das KVWL-Programm für neue Hausärzte im Kreis Herford genau richtig ist

Ines Dickmann (links) leitet Dr. Zrinka Shameska an, wie sie einen elektronischen Medikationsplan (eMP) erstellt.
© KVWL/Miriam Sahli-Fülbeck

„Ich bin begeistert und glücklich, dass ich genau diesen Wiedereinstieg in den Job gewählt habe. Nirgendwo sonst könnte ich das!“, schwärmt die junge Ärztin Dr. Zrinka Shameska, die sich nach ihrer Elternzeit als Hausärztin im Kreis Herford niederlassen will. Sie hat sich als „Praxismacherin“ in das in NRW einzigartige Förderprogramm der KVWL und des Kreises Herford aufnehmen lassen: Sie testet ein Jahr lang in zwei Hausarztpraxen, wie es wäre, dort zu bleiben – und verdient monatlich 7.500 Euro brutto. On top bekommen die Praxismacherinnen und Praxismacher ein begleitendes Seminarprogramm. Am ersten Seminartag in der KVWL-Ausstellung „Die digitale Praxis – dipraxis“ holte sich Dr. Shameska Anregungen für die digitale Transformation einer Praxis und zog eine Zwischenbilanz des Nachwuchsprogramms.

„Das Ausprobieren nimmt mir den Druck, ich habe jeden Monat neue Fragen, lerne unglaublich viel. Ich bin in einer sehr netten Praxis in Bünde, bin hier viel glücklicher als damals in der Klinik“, sagt Dr. Shameska. Ihr Chef Dr. Bruno Weil gehe bald in den Ruhestand, seine Tochter Kyra arbeite schon mit und werde die Praxis übernehmen, Dr. Shameska könnte ihre Partnerin werden. Eine großartige Aussicht! Doch der Vorteil beim Herforder Hausarztprogramm: Dr. Shameska muss sich nicht festlegen. Ab Oktober lernt sie eine zweite Praxis kennen und stellt möglicherweise fest, dass sie lieber in der Einzelpraxis von Dr. Ute Krys Partnerin werden möchte. Klar ist: Zurück in eine Klinik zieht es die Nachwuchsärztin und Mutter von zwei Kindern kein bisschen, eine Klinik sei nicht familienfreundlich.

Dr. Shameska ist begeistert von der dipraxis: „eRezept kenne ich aus Kroatien. Und das war vor zehn Jahren“

Eines ist Dr. Shameska sehr wichtig: die Benefits der Digitalisierung zu nutzen. Die Praxis, in der sie arbeitet, stehe noch am Anfang, wie die meisten Praxen in Deutschland. Die Leiterin der Ausstellung dipraxis, Ines Dickmann, empfiehlt jedoch, „nicht alles direkt auf links zu drehen. Greifen Sie sich am besten zuerst einen einfachen Prozess heraus und gehen Sie diesen an. Digitalisieren Sie zum Beispiel die Anamnese.“ Die Ärztin testet es auf einem Tablet und reagiert beeindruckt. Dickmann und ihre Kollegin Nadine Weymann müssen die Ärztin auch nicht von den Vorteilen der elektronischen Fallakte (EFA), des elektronischen Medikationsplans (eMP) und der elektronischen Patientenakte (ePA) überzeugen, die kennt sie und will sie nutzen, „denn wir verlieren unglaublich viel Zeit, wenn wir von einem Patienten viele Dokumente von verschiedenen Ärzten zusammentragen müssen.“ Dr. Shameska informiert sich über das elektronische Rezept (eRezept) und kommentiert, dass sie es schon aus Kroatien kenne, und das sei vor zehn Jahren gewesen. Die KVWL wird mit der KV Schleswig-Holstein das deutschlandweite Rollout des eRezepts vorbereiten (beachten Sie unsere gemeinsame Pressemitteilung vom 01.06.2022).     

KVWL-Vorstandsvorsitzender Dr. Dirk Spelmeyer sagt über das Hausarztprogramm im Kreis Herford: „Wenn eine Teilnehmerin so schwärmt wie Dr. Zrinka Shameska, haben wir mit unserem Angebot ganz offensichtlich einen Nerv in der jungen Ärzteschaft getroffen! Das Programm könnte Vorbild für weitere Projekte in ganz Ostwestfalen-Lippe sein.“

NEWS

  • 19.08.2022 Pressemitteilung KVWL

    Einzigartiges Hausarzt-Programm von KVWL und Kreis Herford: Seminar-Tag im Kreishaus

    „Mit dem gemeinsamen Hausarztprogramm der KWVL und des Kreises Herford in den Job wieder einzusteigen, war die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können“, schwärmt die junge Ärztin Dr. Zrinka Shameska. Sie möchte sich nach ihrer Elternzeit als Hausärztin im Kreis Herford niederlassen und hat sich als „Praxismacherin“ in das in NRW einzigartige Förderprogramm von KVWL und Kreis Herford aufnehmen lassen. Dabei testet Dr. Shameshka ein Jahr lang in zwei Hausarztpraxen, wie es wäre, dort zu bleiben – und verdient monatlich 7.500 Euro brutto. On top bekommen die Praxismacherinnen und Praxismacher ein begleitendes Seminarprogramm, das sie auf die vielen Herausforderungen des Hausarzt-Daseins vorbereitet.

  • 30.06.2022 Pressemitteilung KVWL

    Diese Ärztin beweist, warum das KVWL-Programm für neue Hausärzte im Kreis Herford genau richtig ist

    „Ich bin begeistert und glücklich, dass ich genau diesen Wiedereinstieg in den Job gewählt habe. Nirgendwo sonst könnte ich das!“, schwärmt Dr. Zrinka Shameska, die sich nach ihrer Elternzeit als Hausärztin im Kreis Herford niederlassen will. Sie hat sich als „Praxismacherin“ in das in NRW einzigartige Förderprogramm der KVWL und des Kreises Herford aufnehmen lassen: Sie testet ein Jahr lang in zwei Hausarztpraxen, wie es wäre, dort zu bleiben – und verdient monatlich 7.500 Euro brutto. In unserer Ausstellung „dipraxis: „Die digitale Praxis der KVWL“ holte sie sich Anregungen und zog eine Zwischenbilanz.

  • 01.04.2022 Gemeinsame Pressemitteilung

    „Wer würde so ein Angebot nicht annehmen?“ – Programm „Kreis Herford sucht Hausarzt: Mit Praxis zur Praxis“ gestartet

    Herford, 1. April 2022. – Endlich ist es soweit! Das gemeinsame Förderprogramm „Kreis Herford sucht Hausarzt: Mit Praxis zur Praxis“ der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) und des Kreises Herford geht an den Start. Ab dem…